Pressemitteilung: Humboldt-Universität: Hochschule oder Irrenhaus?

Berlin, 15.08.18: Das Studierenden-Parlament (StuPa) der Berliner Humboldt Universität wird in seinen jüngsten Beschlüssen in keiner Weise den wissenschaftlichen Prinzipien seines großen Namensgebers gerecht. Mittlerweile muss man ernsthaft daran zweifeln, ob überhaupt noch ein Rest von Realitätssinn in den Hallen herrscht, in denen einst Wissenschaftler von Weltruhm lehrten und lernten. ...

Zum wiederholten Male hat sich das StuPa dazu entschlossen, eine sogenannte „harte Quotierung“ einzuführen. Das bedeutet, dass Frauen und Männern abwechselnd zu reden haben und deswegen Frauen in der Rednerliste (nach Stupa-Sprachgebrauch geschlechterneutral „Redeliste“ genannt) automatisch aufsteigen. Sollten nur noch Männer auf der „Redeliste“ stehen, werden die Debatte und die Rednerliste automatisch geschlossen und die Fortsetzung müsste vom StuPa extra beschlossen werden.

„Glauben diese angeblichen Studentenvertreter wirklich, dass dies die Probleme der Studentenschaft sind? Hochschulfinanzierung, einkommensunabhängiges BAFöG oder die Verbesserung der Lehre, das wären Themen, die Beachtung verdienten. Mit Sicherheit jedoch nicht pseudo-feministische Geschäftsordnungen aus der grünen Mottenkiste. Ist das eine Hochschule oder ein Irrenhaus?“, so Stefan Mörs, stv. JA Landesvorsitzender Berlin.

Talisa Barfuss, ebenfalls JA Vorstandsmitglied, äußert sich wie folgt: „Als Frau halte ich solche Beschlüsse für ebenso unnötig wie unsinnig. Liegt ihnen doch der Gedanke zu Grunde, Frauen bräuchten Hilfe, um sich Gehör zu verschaffen. Wer die Gleichwertigkeit von Mann und Frau ernst nimmt, kann in solchen Vorstößen nur bewusst zersetzenden Unsinn erkennen.“

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