PRESSEMITTEILUNG: Junge Alternative beim Besuch vom Holocaust-Film der Berlinale attackiert

Berlin,11.02.2019. Gestern Abend sind Mitglieder der Jungen Alternative Berlin der Einladung des Berlinale Chefs Kosslick zur Filmvorführung des Holocaust-Films "Who Will Write Our History" gefolgt. Kurz vor dem Eingang des Kino International auf der Karl-Marx-Allee wurden unsere Mitglieder gegen 21.50 Uhr von Linksradikalen unter dem Ruf von „Scheiß-Nazis“ mit scharfen Gegenständen attackiert und teils schwer verletzt, sodass eine notärztliche Behandlung nötig war. Unter unseren Mitgliedern befand sich auch ein jüdisches AfD Mitglied. Die Polizei hat wegen gefährlicher Körperverletzung die Ermittlungen aufgenommen (Vorgangsnummer: 180210-2150-110000).

Zu dem Vorfall äußert sich der Vorsitzende der JA Berlin David Christopher Eckert wie folgt: „Die JA Berlin ist der Einladung von Dieter Kosslick gerne gefolgt, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen und den Dialog zu fördern. Das es für AfD-Mitglieder inzwischen nicht mehr möglich ist unverletzt einem Kinobesuch nachzugehen, ist eine gefährliche Entwicklung. Gestern Abend wurden mitten in Berlin politisch Andersdenkende und Juden gejagt, attackiert und verletzt. Dass die Berlinale und die Berliner Polizei nicht dazu in der Lage war uns eine sichere Teilnahme zu ermöglichen, offenbart, wie gewaltbereite Linksextreme inzwischen das Berliner Straßenbild prägen. Wir verurteilen die Gewalt aufs Schärfste und fordern die Politik sowie unsere Sicherheitsbehörden dazu auf, dem Linksextremismus endlich den Kampf anzusagen. Die Sicherheit der Bürger Berlins darf nicht dem Faustrecht der Straße weichen.“

Vadim Derksen (Mitglied des JA Vorstandes), der bei dem Vorfall ebenfalls verletzt wurde, ergänzt: „Wir bieten Herrn Kosslick nochmals an, den durchaus sehenswerten Film gemeinsam in den Stadtteilen Neukölln oder Kreuzberg auf großer Leinwand zu zeigen. Außerdem laden wir Herrn Kosslick sowie die Angreifer zum Dialog ein. Wir erwarten eine inhaltliche Auseinandersetzung mit unseren Positionen. Gewalt darf in der politischen Auseinandersetzung jedoch niemals einen Platz haben.“

Eine Videozusammenfassung der Ereignisse folgt im Laufe des Tages.

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