Stellungnahme des JA-Berlin zum Denkmal der Deutschen Minderheit in Beuthen

Berlin, 18.11.2019.

Auf dem Friedhof in Beuthen (Polen/Oberschlesien) wurde am 17. November ein Gedenkstein für die Gefallenen beider Weltkriege eingeweiht. Es kursieren seitdem im Netz unterschiedliche Versionen des Gedenksteines im Netz. Wie kam es dazu?
Es besteht seit über einem Jahr ein loser Kontakt zwischen der JA-Berlin unter der deutschen Minderheit in Polen und ihrer Jugendorganisation (BJDM). Sie sind der Teil des Verbandes der Deutschen Minderheit in Polen, welcher auch vom Deutschen Innenministerium anerkannt und gefördert wird. Es bestanden daher von unserer Seite aus keine Bedenken zu rechtsextremen Tendenzen bezüglich einer Zusammenarbeit mit der Jugendorganisation in Beuthen. Der Jugendverband trat an uns heran und bat uns um Mithilfe bei der Förderung der Erstellung eines Gedenksteins für die "Toten der Weltkriege". Auf Nachfrage hin bestätigte man uns, dass die einzigen aufgeführten Sponsoren die Junge Alternative Berlin und der MdB Stephan Protschka sein würden, die man auf dem Stein vermerken wollte und man lediglich den "Toten der Weltkriege" (Wortlaut) gedenken wollte. Nach Fertigstellung des Steins stellten wir jedoch fest, dass wir nicht die einzigen Sponsoren des Steins gewesen waren und man in allen Dingen gegenüber uns unehrlich gewesen war.

Im Internet kursiert seither ein Foto, auf dem der Schriftzug auf dem Gedenkstein unter anderem, neben der „JA-Berlin“ und dem „MdB Stephan Protschka“ auch mit den „Jungen Nationalisten“ zu sehen ist. Diese Version wurde uns noch vor der Einweihung präsentiert, was uns zum völligen Rückzug der Unterstützung veranlasste und wir unsere geplante Reise zur Einweihung abgesagt haben. Wir haben uns aus dem Projekt zurückgezogen und rechtliche Schritte angekündigt, sollte der Stein nicht unverzüglich geändert werden. Eine zukünftige Beteiligung haben wir an die Bedingung geknüpft, dass der Schriftzug der „JN“ entfernt wird. Dieser Aufforderung kam die BJDM in Beuthen nach und ließ den Gedenkstein nachträglich korrigieren und den Namen der „JN“ beseitigen.

Trotz der Korrektur ist das Vertrauensverhältnis hier natürlich nachträglich beschädigt und die JA-Berlin wird von einer weiteren Zusammenarbeit mit der Jugendorganisation der Deutschen Minderheit in Beuthen absehen.

Es sei angemerkt, dass der Initiator zwar Mitglied der Jungen Alternative war, nie aber dem Verband Berlin zugeordnet gewesen ist und seinem Ausschluss zuvor gekommen ist, indem er aus der Jungen Alternative austrat.

Kommentare sind deaktiviert